Bereits zum zweiten Mal lud der Arbeitskreis Kultur im Städtenetz EXPO-Region dazu ein, die eigene Umwelt und das eigene Lebensfeld fotografisch kritisch zu erkunden. „Kulturen begegnen sich im Städte-netz“ war das diesjährige Thema. Es sollten vor allem diejenigen Menschen im Mittelpunkt stehen, die aus anderen Kulturen kommen und die in und um die beteiligten Städte Celle, Hameln, Hannover, Hildesheim, Nienburg, Peine, Stadthagen, Walsrode sowie in der Region Hannover leben. Diese Orte gehören zum Städtenetz EXPO-Region.
Mit der Kamera sollte der Frage nachgegangen werden, wie die Menschen, ob jung oder alt, leben, ihren Alltag und ihre Arbeitswelt gestalten, wie sie ihre Freizeit ausfüllen oder ihr Zuhause beleben, wie sie sich engagieren, ihre Herkunftskultur bewahren und wie sie andere Sitten und Gebräuche in Einklang mit dem Leben in einer niedersächsischen Stadt bringen.
Eingegangen sind viele hoch qualitätvolle Fotografien von Fotografinnen und Fotografen aller Altersklassen, die ein buntes Panorama der kulturellen Vielfalt der beteiligten Städte und Regionen zeigen. Herausgekommen ist ein wunderbares Portrait der Region unter dem Motto „Anders sehen – anders sein“. Die fachkundige Jury unter Vorsitz des Fotografen Prof. Manfred Zimmermann aus Hannover entschied sich für den Beitrag des erst 14-jährigen Marvin Schirrmeister aus Hameln. Seine Mutter ist Afrikanerin, sein Vater Deutscher. Seit gut einem Jahr ist der Junge mit seiner Kamera unterwegs und konnte gerade beim diesjährigen Thema auch aus eigenen Erfahrungen schöpfen. Bei der Preisverleihung am 19.10. konnte er sich über 1000.- Euro Preisgeld, eine Urkunde und große Aufmerksamkeit freuen.
Neben Marvin konnte der Arbeitskreis Kultur des Städtenetzes noch zehn weitere Preisträger bei der Feierstunde im niedersächsischen Landtag auszeichnen. Mit Anna Stumpf kam auch eine Cellerin in die Endausscheidung. In der Kategorie 2 (17 bis 21 Jahre) belegte sie mit Marie-Christin Rubisch (19, Bockenem) und Fabian Kretschmer (18, Lauenhagen) die ersten drei Plätze. Die Neunzehnjährige beschäftigt sich schon länger mit Fotografie und hat sogar schon beim Celler Fotografen Helge Sauber ein Praktikum gemacht. Der älteste Preisträger aus der Kategorie 3 (ab 22 Jahre) kommt aus Peine und ist 54 Jahre alt.
Die Rednerinnen und Redner bei der Preisverleihung in Hannover bescheinigten in ihren Reden den ausgewählten Bildern eine sehr gute Qualität und lobten die Besonderheit des Themas „Kulturen begegnen sich im Städtenetz“. Alle waren sich darin einig, dass dieser Wettbewerb einen wichtigen Beitrag dazu leistet, sich mit den verschiedenen Kulturen im Städtenetz aus einem anderen Blickwinkel auseinander zu setzen. „Anders sehen – anders sein“ – in einer gemeinsamen Heimat.
Vom 4. bis zum 27. November sind die 50 besten Arbeiten im Neuen Rathaus in Celle zu sehen.





